Warum eigentlich?

Lange wurde überlegt, ob eine Seite über Materialien und deren Vorzüge überhaupt sinnhaft ist. Ihr, die „grüne  Community" seid in aller Regel sehr aufgeklärt und wisst euch auf guten Seiten zu informieren.
Viel interessanter ist das WARUM ein Label dieses oder jenes Material nutzt. Also hat sich [praenk]2 dazu entschieden, dies zu vermitteln und zusätzlich knapp über Vorteile / Nachteile der Materialien zu informieren.


Bio Baumwolle 

  • Pro 
  • Tragekomfort
  • pflegeleicht
  • haltbar
  • leicht färbbar
  • Contra
  • verbraucht viel Wasser
  • knittert


[praenk]2 möchte Kleidung herstellen die dem Träger möglichst lange erhalten bleibt. Hier bietet sich die Nutzung von Biobaumwolle an.
Cotton ist ohne Problem nachfärbbar, dadurch kann ein Kleidungsstück langlebiger werden. Und natürlich  spielen die Kosten auch eine Rolle, Biobaumwolle ist nicht so hochpreisig wie andere eco / faire Stoffe.

Plastik recycelt

  • Pro
  • Plastik neues Leben geben
  • haltbar
  • pflegeleicht
  • besondere Texturen /Farben/

       Looks möglich

  • Contra
  • Recycling zur Zeit nur in eine Richtung möglich. Aus Flasche (oder so) wird Shirt aber nicht zurück aus Shirt eine Flasche
  • Produktion energieaufwändig


Und genau hier ist [praenk]2 hin und her gerissen. Plastik ist shit, egal in welcher Form es daher kommt, aber es ist da und wird nach wie vor für Textilien produziert. Dann doch bitte in recycelter Form. [praenk]2 versucht darauf zu verzichten, außer das Material überzeugt im Design oder Beschaffenheit.


Material mit Elasthan

  • Pro
  • Tragekomfort
  • dehnbar
  • macht Kleidung knitterfreier
  • Contra
  • bisher kein Verfahren, was richtig gut funktioniert, Elasthan und das Basismaterial wieder voneinander zu trennen. Aktuell ist dabei nur ein downcycling möglich
  • hart formuliert ist es eine Art Sondermüll


Tja, warum, wird das hier genutzt?!? Einer der Hauptgründe ist, dass Klamotten, die nach einiger Zeit ihre Form verlieren, eben auch ggf. zu Müll werden, wenn der Kunde unzufrieden ist. Materialien mit Elasthan wurden immer wieder angefragt und gewünscht. [praenk]2 hat sich damit leise murrend arrangiert und hofft auf bessere und baldige Verfahren zur Trennung.

Fasern Tencel TM aus dem Hause Lenzing 

  • Pro
  • atmungsaktiv
  • seidiges Aussehen
  • knitterarm
  • biologisch abbaubar
  • geschlossenes Herstellungsverfahren
  • nachhaltige Holzwirtschaft
  • Contra
  • verzeiht Fehler beim Waschen schlecht
  • nur langlebig bei richtiger Wäschepflege


Das, was da an Faser entwickelt wurde, ist schon richtig toll! Der simple Grund, warum es wenig genutzt wird, ist, der fertige Stoff ist hochpreisig. [praenk]2 produziert Stoffe nicht selbst! Fakt ist, es müssten noch mehr Unternehmen das Material nutzen, damit der Preis sich senkt.... doch ist das wirklich gut? Schließlich muss auch ein nachwachsender Rohstoff erst wachsen.

 


Dead Stock

  • Pro
  • Reste werden verbraucht
  • Fehlproduktionen und Überhänge großer Firmen werden genutzt 
  • Materialkosten für sonst teure Stoffe wie Spitze ect. günstiger
  • Contra
  • häufig nicht bio
  • große Firmen verdienen weiter Geld damit, wenn sie  kalkuliert Überhang bei den Stoffen zu produzieren


[praenk]2 sprach sich stark gegen Dead Stock aus. Hat aber im Gegenzug etwas neidisch auf die Kollegen geschaut, die konventionelle (nicht bio) Dead Stock Stoffe benutzen. Viele Stoffe gibt es im eco Bereich kaum oder nur sehr, sehr teuer zu erwerben. Zum Thema wurde eine Entscheidung gefällt, in Zukunft wird es auch hier Teile aus Dead Stock geben. Mit der Einschränkung, dieses Material muss entweder bio oder mindestens 5 Jahre alt sein. 
Das kranke System der Überproduktion soll nicht noch befeuert werden!

Vegan

  • Pro
  • keine tierischen Stoffe benutzen bedeutet kein Tierleid riskieren
  • Contra
  • schlechte Kontrollierbarkeit


Bei [praenk]2 wurde viel über vegan debattiert. Die Frage, ob ein Produkt als vegan gelten kann, wenn Z.B. an Maschinen innerhalb der Stoffproduktion tierische Fette benutzt werden, konnte nicht vollständig beantwortet werden.

Weiterhin wird vegan bei [praenk]2 vorangetrieben. Doch wird hier kein veganwashing betrieben. Nur bei einer sehr großen Sicherheit, dass das Produkt den [praenk]2 Vorstellungen von vegan entspricht, wird es als dieses unter Kriterien gekennzeichnet.